Mikrofontipps

Was der Dynamikbereich über dein Mikrofon verrät

Dynamikbereich-beim-Mikrofon
Geschrieben von Kevin

Der Dynamikbereich

ist die Differenz zwischen Eigenrauschen und Grenzschalldruck.

Um den Sinn dahinter zu verstehen, widmen wir uns erst einmal kurz und knapp dem Eigenrauschen sowie dem Grenzschalldruck. Ausführlichere Erläuterungen findest du auf hinter den jeweiligen Links.

Jedes Mikrofon besitzt ein Eigenrauschen.

Das bedeutet, dass auf jeder Tonspur, die du aufzeichnest, ebenfalls ein Rauschen entsteht.

Daher probieren die Hersteller diese Geräusche auf ein Minimum zu reduzieren. Je nach Preisklasse nimmst du das Rauschen nicht mal mehr wahr. Günstigere Mikrofone haben i.d.R. ein höheres Eigenrauschen und somit auch einen kleineren Dynamikbereich. Mikrofone von Rode bilden hierbei die Ausnahme.

Der Wert vom Rode NT1 liegt bei 4,5 dB.

Die andere Variable des Dynamikbereichs ist der Grenzschalldruck.

Der Grenzschalldruck sagt aus, bis zu welcher Dezibel-Anzahl das Mikrofon in der Lage ist, die Signale zu verarbeiten. Sprich liegt der Grenzschalldruck eines Mikrofons bei 132 dB und du möchtest eine Kick-Drum recorden, ist das Mikrofon nicht in der Lage alle Signale zu verarbeiten und übersteuert.

Kommen wir noch mal zurück auf den Dynamikbereich.

Du hast nun also zwei Werte. Einmal das Eigenrauschen mit 4,5 dB sowie einen Grenzschalldruck von 132 dB. Somit liegt der Dynamikbereich des Rode NT1 Kit bei 127,5 dB.

Aber was sagt der Dynamikbereich nun aus?

Dieser Bereich widmet sich voll und ganz Deinem Recording.

Das heißt, in diesem Bereich liegt der nutzbare Platz für Deine Stimme oder Instrument.

Daher: je größer der Dynamikbereich eines Mikrofons, desto mehr nutzbaren Pegelbereich kannst Du für Dein Recording verwenden und beeinflussen.

Auf den Bereich des Eigenrauschen hast Du keinen Einfluss.

Beim Grenzschalldruck hingegen gibt es auch Modelle mit speziellen Schaltern.

Damit erweiterst du den Dynamikbereich des Mikrofons direkt am Gerät. Dies geschieht indem der Grenzschalldruck des Mikrofons sich ändert. Entweder durch eine Umschaltung der Richtcharakteristik oder durch schlichte Erweiterung des Grenzschalls.

Als Beispiel ist hier das AKG C214 zu nennen. Durch eine schaltbare Vorabschwächung lässt sich hier der Dynamikbereich bequem um 20 dB erweitern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Dynamikbereich eines Mikrofons?

Der Dynamikbereich ist die Differenz zwischen Eigenrauschen und Grenzschalldruck. Er beschreibt den nutzbaren Pegelbereich für deine Aufnahmen.

Was bedeutet Eigenrauschen bei einem Mikrofon?

Eigenrauschen ist das minimale Rauschen, das jedes Mikrofon erzeugt, auch ohne Signal. Hersteller minimieren es; günstige Modelle haben höheres Eigenrauschen, außer bei Rode NT1 mit 4,5 dB.

Was ist der Grenzschalldruck eines Mikrofons?

Der Grenzschalldruck gibt an, bis zu welcher Dezibel-Stärke (z. B. 132 dB beim Rode NT1) das Mikrofon Signale verarbeiten kann, ohne zu übersteuern.

Wie berechnet man den Dynamikbereich? Beispiel Rode NT1?

Dynamikbereich = Grenzschalldruck - Eigenrauschen. Beim Rode NT1 Kit: 132 dB - 4,5 dB = 127,5 dB.

Warum ist ein großer Dynamikbereich wichtig für Recordings?

Ein größerer Dynamikbereich bietet mehr nutzbaren Pegelbereich für Stimme oder Instrumente, ohne Rauschen oder Übersteuerung.

Kann man den Dynamikbereich eines Mikrofons erweitern?

Ja, z. B. beim AKG C214 durch schaltbare Vorabschwächung um 20 dB oder Umschaltung der Richtcharakteristik, was den Grenzschalldruck ändert.

Welche Mikrofone haben einen guten Dynamikbereich?

Rode NT1 Kit mit 127,5 dB (4,5 dB Eigenrauschen, 132 dB Grenzschalldruck) und AKG C214 mit erweiterbarem Dynamikbereich sind starke Beispiele.

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