Shure SM7dB
Das Shure SM7dB ist ein dynamisches XLR-Mikrofon mit integriertem Vorverstärker, der bis zu +28 dB Gain liefert. So bekommst du den Klang des SM7B ohne zusätzlichen Inline-Preamp, auch an Interfaces mit wenig Vorverstärkung. Ideal für Podcasts, Streaming, Sprachaufnahmen und Gesang.
Produktbeschreibung
Das Shure SM7dB ist ein dynamisches XLR-Mikrofon mit integriertem Vorverstärker. Damit geht es das bekannteste Problem des SM7B an: Das Mikrofon liefert ein leises Signal und braucht viel Gain. Viele Audio-Interfaces müssen dafür so weit aufdrehen, dass sie hörbar rauschen, weshalb oft noch ein Inline-Preamp zwischen Mikrofon und Interface hängt. Beim SM7dB steckt dieser Vorverstärker schon im Gehäuse. Laut Shure liefert er bis zu +28 dB rauscharmen, linearen Gain, ohne den Frequenzgang zu verändern. Entwickelt hat ihn Shure selbst, mit lizenzierter Technologie von Cloud.
Integrierter Vorverstärker: +18 dB, +28 dB oder Bypass
Auf der Rückseite sitzen vier Schalter. Zwei davon steuern den Vorverstärker: Mit dem Preamp-Schalter wählst du +18 dB oder +28 dB, mit dem Bypass-Schalter umgehst du ihn komplett. Im Bypass arbeitet das SM7dB wie ein klassisches SM7B.
Shure gibt dazu eine Orientierung: Für Podcasts und leise Stimmen brauchst du meist die +28 dB, für laute Sprecher oder Sänger reichen oft +18 dB. Bei Instrumenten wie einem Gitarrenverstärker passen +18 dB oder der Bypass. Wichtig ist die Reihenfolge: Stell zuerst den Gain am Mikrofon ein und erst danach am Interface oder Mischpult. So holst du den besten Signal-Rauschabstand heraus.
Wie viel der Vorverstärker ausmacht, zeigt die Empfindlichkeit: Im Bypass liegt sie bei -59 dBV/Pa, mit +18 dB bei -41 dBV/Pa und mit +28 dB bei -31 dBV/Pa. Das Signal kommt also deutlich kräftiger am Interface an.
Ohne 48 V Phantomspeisung nur im Bypass
Der Vorverstärker braucht +48 V Phantomspeisung. Ohne sie läuft das SM7dB nur im Bypass-Modus. An den Rechner bringst du das Mikrofon deshalb über ein Audio-Interface mit XLR-Eingang und Phantomspeisung, am Mischpult über einen symmetrischen Mikrofoneingang, an dem du die Phantomspeisung einschaltest. Einen USB-Anschluss hat das SM7dB nicht, es bleibt ein reines XLR-Mikrofon.
Hat dein Interface einen Vorverstärker mit umschaltbarer Impedanz, wählst du bei aktivem SM7dB-Preamp die höchste Einstellung. Willst du den Klang bewusst über eine niedrige Impedanz färben, schaltest du den eingebauten Vorverstärker auf Bypass. Sonst bleibt die gewünschte Klangänderung aus.
Klang und Ausstattung wie beim SM7B
Abgesehen vom Vorverstärker übernimmt das SM7dB die Ausstattung des SM7B. Die dynamische Kapsel mit Nierencharakteristik überträgt 50 bis 20.000 Hz und dämpft Schall von hinten und von der Seite. Mit den beiden oberen Schaltern senkst du den Bass ab, etwa gegen Brummen von Klimaanlage, Heizung oder Straßenverkehr, oder hebst die Präsenz für eine klarere Stimme an. Ein luftgefederter Schockabsorber hält Körperschall fern, und die Abschirmung schützt vor elektromagnetischem Brummen von Computermonitoren.
Im Lieferumfang liegen zwei Windschutze: der aufgesetzte Standard-Windschutz für Sprache und Instrumente und der größere A7WS, der Plosivlaute und Windgeräusche stärker dämpft. Dazu kommt ein Gewindeadapter von 5/8″ auf 3/8″. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und Stahl.
Aufstellung und Halterung
Shure empfiehlt, direkt in das Mikrofon zu sprechen, mit etwa 2,5 bis 15 cm Abstand. Gehst du näher heran, klingt der Bass wärmer, mit mehr Abstand wird er schlanker. Ab Werk ist der Bügel für einen Mikrofonarm montiert. Für ein Bodenstativ lässt er sich umbauen, damit die Schalter auf der Rückseite richtig herum stehen. Mit 837 g ist das SM7dB kein Leichtgewicht, ein stabiler Mikrofonarm lohnt sich also.
Shure SM7dB oder SM7B?
Im Bypass entspricht das SM7dB dem Shure SM7B, der Unterschied liegt also im Gain. Arbeitest du mit einem Interface, das wenig Vorverstärkung bietet, oder willst du dir einen separaten Inline-Preamp sparen, ist das SM7dB die einfachere Lösung. Hast du dagegen schon ein Interface oder Mischpult mit kräftigen, rauscharmen Vorverstärkern, brauchst du den eingebauten Preamp kaum, und das SM7B reicht dir.
Fazit
Das Shure SM7dB ist ein SM7B mit eingebautem Vorverstärker. Für Podcasts, Streams, Sprachaufnahmen und Gesang bekommst du den bekannten Klang, ohne dir Gedanken über den Gain deines Interfaces machen zu müssen. Voraussetzung ist ein XLR-Eingang mit 48 V Phantomspeisung. Wer schon eine starke Vorstufe besitzt, kann beim SM7B bleiben.
u. a. geeignet für
Datenblatt
| Mikrofonart | Dynamisch |
| Richtcharakteristik | Niere |
| Frequenzbereich | 50-20.000 Hz |
| Schnittstelle | XLR |
| Empfindlichkeit | -59 dBV/Pa (Bypass), -41 dBV/Pa (+18 dB), -31 dBV/Pa (+28 dB) |
| Impedanz | 150 Ohm |
| Speisung | 48 V Phantomspeisung |
| Anschlüsse | XLR |
| Gewicht | 837 g |
| Abmessungen (BHT) | 97.4 x 149.2 x 206.1 mm |
| Farbe | Schwarz |
| Material | Aluminium, Stahl |
| Lieferumfang | SM7dB, Windschutz RK345B, Windschutz A7WS, Gewindeadapter 5/8 auf 3/8 |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
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